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Kaufgesuche

Kaufgesuche für Rest- und Sonderposten
 
Woher kommt die Ware?
 
Die Waren kommen aus unterschiedlichen Quellen. Zum einen sind die Einzelhändler zu nennen. Kurz bevor das Nachfolgerprodukt auf den Markt kommt, müssen die alten Modelle aus den Regalen und aus dem Lager genommen werden. Oftmals versuchen sie zunächst die Preise zu reduzieren. Reicht das nicht aus, steht ihnen die Möglichkeit zur Verfügung, die Ware als Restposten in größeren Mengen zu verkaufen. Eine weitere Möglichkeit bietet die Industrie selbst. Wenn die neue Produktlinie auf den Markt geworfen wird, haben sie ein ähnliches Problem wie die Händler. Deswegen bieten sie gerade großen Unternehmen Sonderposten und Restposten zu einem günstigen Preis an. Diese kaufen von der Industrie diese Posten und versuchen sie zu einem günstigen Preis an ihre Kunden zu verkaufen. Restposten und Sonderposten werden immer in größeren Stückzahlen angeboten und der günstigere Preis ist oftmals nur ab einer bestimmten Abnahmemenge gültig. Restposten können auch bei Unternehmensinsolvenzen anfallen. Ist ein Händler zahlungsunfähig und daher in einem Verfahren, werden die Restposten häufig zum Selbstkostenpreis angeboten.
 
Welche Kaufmöglichkeiten gibt es?
 
Der Wiederverkäufer, der die Waren an den Endverbraucher verkaufen möchte, hat die Möglichkeit, die Waren direkt von der Industrie zu beziehen. Allerdings sind die Mengen oftmals so groß, dass er Schwierigkeiten haben wird, die Menge zu verkaufen. Beim Kauf aus dem Restpostensortiment von regulären Großhändlern sind die Mengen häufig kleiner. Hier lohnt sich der Aufkauf von Rest- und Sonderposten mehr, als beim Kauf von der Industrie. Der Nachteil ist darin begründet, dass Rabatte für die Mengen und andere Vergünstigungen oftmals nicht in Anspruch genommen werden können. Ebenfalls hat ein Großhändler kaum Gewinn an diesen Waren, sodass Fracht und Verpackung anfallen kann. Deshalb kann diese Variante unter Umständen ungünstig und im schlimmsten Fall genauso teuer wie der Kauf von Neumodellen sein. Dies ist allerdings vom Einzelfall abhängig und muss vor dem Kauf genau berechnet werden. Insolvenzwaren sind nicht immer günstig. Auch hier muss verglichen werden, denn ein kleiner Unternehmer muss für die Waren mehr bezahlen, als ein großes Unternehmen.
 
Der Zwischenhändler als Möglichkeit
 
Auf dem Markt gibt es Großhändler, die sich auf den Auf- und Verkauf von Rest- und Sonderposten spezialisiert haben. Ihnen stehen viele verschiedene Quellen zur Verfügung, die sie ausnutzen, um günstige Waren an ihre Kunden weiterzugeben. Der Großhandel ist häufig auf bestimmte Warenarten spezialisiert. Ein Händler, der sich mit Elektronik auskennt und mit den Unternehmen in engem Kontakt steht, hat einen guten Überblick über den Markt und kennt die Absatzchancen der Produkte. Gleichzeitig ist er in der Lage, gute Preise zu erzielen. Durch den Umstand, dass er an viele Händler verkauft, die mehrere Stücke kaufen, kann er große Mengen bestellen. Hierdurch nimmt er die Rabatte in Anspruch und kann häufig genauso günstig verkaufen, wie ein Wiederverkäufer bei kleiner Bestellmenge kaufen könnte. Kauft ein Wiederverkäufer bei einem Großhändler, ist das Risiko kleiner, als bei einem Direktkauf. Er hat die Möglichkeit bei seinem Großhändler nachzubestellen und kann daher zunächst nur die Waren kaufen, bei der er sich sicher ist, dass er sie verkaufen kann.
 
Eine weitere Möglichkeit bieten neuerdings Rest- und Sonderpostenbörsen im Internet an. Diese Börsen sind der direkteste Kontakt zwischen Anbieter von Restposten und Wiederverkäufer. Auch hier sind sehr günstige Preise für den Einkauf zu erzielen. Allerdings sollte in jedem Fall ein Preisvergleich zwischen mehreren Quellen gemacht werden. Pauschale Aussagen, welche Variante die günstigste ist, lassen sich nicht machen.